 |
Schlossbereiche
Schlosskapelle
1625 - 1627 von den Freiherrn von Muggenthal erbaut ist die Kapelle dem Hl. Johannes und Paulus geweiht. Christoph Edler von Weidenbach machte sie nach dem Kauf des Schlosses den Hexenaggerer Bürgern zum Geschenk. Der Kirchturm mit reich gegliederter Blendarchitektur und achteckigem Aufsatz mit Spitzhelm ist auf einem ehemaligen Wehrturm, der zur Verstärkung der Wehrmauer diente, aufgebaut. Unter dem Altarraum befindet sich eine alte Gruft. 1993/1994 wurde die Kapelle mit einem Gesamtkostenaufwand von ca. 250.000,- Euro renoviert.
Schloss
10 Bäder, 6 Gäste-Suiten, seit 1952 Ölzentralheizung
56.580 Biberschwanz-Dachziegel, 62 Türen, 87 Fenster
ca. 2.000 m² Nutzfläche
Dachstuhl ca.250 m³ Fichten und Eichenholz
Heizölverbrauch ca. 30.000 Liter pro Jahr, 7 Kamine
Ringmauer mit 4 Wehrtürmen, stärkste Mauer 2,40 m dick, älteste Mauern sind aus "Jura-Buckel-Quadern" und ca. 1000 Jahre alt
Historischer Marstall
Das Gebäude wurde um 1600 von den Freiherrn von Muggenthal über zwei alten Wasserzisternen erbaut. 1732 ließ die Fürstin Portia einen Reitstall einrichten (Marstall = fürstlicher Pferdestall) und im 20. Jahrhundert nutzten ihn die jeweiligen Schlossherren abwechslungsweise als Jungrinderstall, Zuchtsauenstall und Pferdestall. Von 1998 bis 2001 wurde der historische Marstall von Grund auf renoviert und dient heute multifunktional für Gastronomie, Ausstellungen, Tagungen und Hochzeiten auf zwei Stockwerken.
Mauerwerk: Jura-Natursteine mit Spritzputz aus Kalk/Sand
Dach: Eines der größten noch in Originalzustand erhaltenen Jura-Steindächer im Altmühltalbereich
Erdgeschoss:
Für Bankette bis zu 180 Sitzplätze
Parlamentarische Stuhlreihen bis zu 250 Sitzplätze
Stehempfänge bis zu 300 Personen
Obergeschoss: Gleiche Kapazität wie im Erdgeschoss
Gesamtgebäude: Ein Teil des Bodens kann im Sommer flexibel herausgenommen werden, so dass optischer und akustischer Kontakt zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss besteht. Dadurch entstehen insgesamt: 250 Sitzplatze für Bankette - 350 Plätze für Stehempfänge
Pferdezucht
Nach dem Motto "klein aber fein" werden auf den weitläufigen Koppeln von Schloss Hexenagger Stuten von besten Abstammungslinien gehalten.
Alle 2 Jahre findet in Hexenagger die internationale Schleppjagdwoche statt.
Ca. 100 Pferde aus 10 Nationen nehmen daran teil. Reiter aus England, Irland, USA, Kanada, Russland, Belgien, Schweiz, Österreich, Tschechien und Frankreich satteln ihre Pferde für drei der anspruchsvollsten und sportlichsten Reitjagden Deutschlands.
Zu Gast sind auch 50 englische Foxhounds des Hamburger Schleppjagdvereins, die durch ihre gute Arbeit internationale Anerkennung genießen.
Mufflongarten - Wacholderheide
Auf dem Jurahang rund um Schloss Hexenagger halten wir ca. 20 Mufflons - eine Wildschafart, für die die Wacholderheide mit ihren Felsformationen das ideale Biotop ist. Die Mufflons sind genügsame, robuste Tiere, neugierig und scheu zugleich. Sie halten den Hang frei von Bewuchs, so dass Schloss Hexenagger auf natürliche Weise auf dem Bergrücken weithin sichtbar bleibt.
Der Teepavillon der Fürstin Portia im Renaissancegarten
Ca. 1732 wurde dieser Pavillon von der Gräfin Maria Josepha v. Morawitzki, der späteren Fürstin von Portia als Teehäuschen erbaut. Hier fanden angeblich auch Ihre „heimlichen Amouren" statt. Auch Martha von Kalckreuth pflegte in den 50er Jahren im Sommer hier Ihren Nachmittagstee zu genießen. 1998 wurde der Pavillon von Grund auf saniert und dient heute den Besuchern von Schloss Hexenagger als romantisches Gästehäuschen.
Wald und Forstwirtschaft
Die Forstwirtschaft war schon immer die Haupteinnahmequelle für die jeweiligen Besitzer von Schloss Hexenagger. Auf der 548 Hektar großen Waldfläche werden jährlich ca. 2.500 bis 3.000
Festmeter Holz eingeschlagen. Bis zu 10.000 junge Bäume werden jedes Jahr frisch angepflanzt, um den Wald wieder aufzuforsten.
Baumarten: Fichte (65 %), Buche (20 %), Kiefer (5 %), Lärche (5 %), Sonstige Laubhölzer (5 %).
Mit den teilweise seit 150 Jahren zugepachteten Flächen beträgt unsere Jagdfläche 1.480 Hektar. Die Hauptwildarten sind Reh und Schwarzwild.
Fischerei
Die Schambach entspringt in einem wunderschönen, großen Quelltopf in Schamhaupten und mündet in Riedenburg in den Rhein-Mai-Donau Kanal. Viele zusätzliche, kleine Quellen geben der Schambach eine sehr gute Wasserqualität. Der Bereich zwischen der Leistmühle, südlich von Hexenagger bis zur Kohlmühle, nördlich von Hexenagger gehört auf einer Länge von 5 Kilometern zum Schloss und ist ein ausgezeichnetes Fischwasser mit Bachforellen, Regenbogenforellen und Bachsaiblingen. Auch Krebse findet man hier noch reichlich. Ebenfalls zum Schloss gehören noch ein 1,5 Hektar großer Weiher mit Zander, Hecht und Karpfen und ein kleiner Weiher mit Forellenbesatz.
Schlossbrauerei Hexenagger
1486: Gründung durch den Grafen Jörg v. Helfenstein - Erweiterung des 1. Brauhauses durch die Freiherrn von Muggenthal
1960: Bau des neuen Brauhauses durch Dr. Wilhelm Leichfuß
1968: Verkauf der Brauerei an Löwenbräu, München
Jährlicher Ausstoß: 8.000-9.000 Hektoliter Bier
Biersorten: Dunkles, Helles und Exportbier
Aus einer eigenen Quelle, nördlich von Hexenagger auf den sogenannten „Schlosswiesen" gelegen, wurde die Brauerei, die Schlossgaststätte und das Schloss mit bestem Wasser durch ein Pumpwerk neben der Waffen und Hammerschmiede versorgt.
|
 |