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Schlossgeschichte - ein Jagdschloss im Wandel der Zeit

Die Chronik von Schloss Hexenagger

982 n. Chr. erstmals erwähnt in einer Klosterurkunde von St. Emmeran zu Regensburg wird Dietricus v. Haescenakker. Ein halbes Jahrtausend hat diese berühmte Ritterfamilie hier gehaust, von der das Holland`sche Turnierbuch von 1424 sagt: „Die Herren von Hächsenakker sein je und je gewesen wacker."

1480 kommt Hexenagger durch Heirat in den Besitz des Grafen Jörg v. Helfenstein und wird von dessen zweiter Ehefrau 1528 an Herzog Wilhelm v. Bayern verkauft.

1529 belehnt dieser die Familie v. Muggenthal, die im Laufe der nächsten 200 Jahre in den Reichsfreiherrnstand erhoben wird. Nach der Zerstörung durch die Schweden im dreißigjährigen Krieg, erbaut Erhart v. Muggenthal 1625/29 Schloss und Kapelle auf den alten Mauerresten wieder neu.

1724 geht es für 128.750 Gulden in den Besitz des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, den späteren Kaiser Karl VII, der es 1731 seiner Maitresse Gräfin Maria Josepha v. Morawitzky schenkt.
In dieser Zeit finden auf Hexenagger glänzende Jagdgesellschaften statt, bis der Kurfürst seine Geliebte "in flagranti" ertappt und zur Strafe mit dem kleinwüchsigen Fürsten v. Portia verheiratet.

1754 geht Hexenagger als Spielschuld an den Reichsfreiherrn v. Kayserstein, der den neuen Schlossflügel anbauen lässt.

1834 erwirbt es die Familie der Edlen v. Weidenbach, deren Nachfahre in 6. Generation der heutige Besitzer und Jagdherr ist.


 
 

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